Ja, sie fehlt mir, die soziale Nähe zu den Freund*innen, Bekannten, Arbeitskolleg*innen, und auch zu Ihnen, den Wähler*innen. Und da sind auch Ängste und Befürchtungen, um die Gesundheit insbesondere betagter Mitmenschen, um die zum Teil ernsten und existentiellen Sorgen von Arbeitnehmer*innen, insbesondere von vielen Selbständigerwerbenden mit ihren kleinen und kleinsten Betrieben, die zwischen Stühle und Bänke zu fallen drohen. Werden auch in unserer Stadt traditionelle Ladengeschäfte ihre Tätigkeit nach der Coronakrise einschränken, einstellen müssen? Ich werde auf jeden Fall auch nach der Krise an die Wichtigkeit einer intakten lokalen Handwerks-, Gewerbe- und Detailhandels-Landschaft in Chur und Graubünden denken. 

Es wird mir in diesem Zusammenhang auch wieder deutlich, wie wichtig ein starker Staat ist, auf allen Ebenen: Bund, Kanton Graubünden und Stadt Chur. Es gibt genug Beispiele in der näheren und weiteren Nachbarschaft zur Schweiz, dass ein kaputtgesparter Nachtwächterstaat in eben solchen Ausnahmesituationen den Anforderungen zur nachhaltigen Krisenbewältigung nicht gewachsen ist. Wir sind zum Glück auf allen Ebenen – Bund, Kanton und Stadt – in der vorteilhaften Lage, dass die Rechnungsabschlüsse grosszügige Überbrückungs-Hilfen erlauben. Ich kann Ihnen versichern, wir von der Freien Liste Verda werden ein Auge darauf halten und uns dafür einsetzen.

Ich denke in diesen Tagen auch viel an das geforderte Personal in unseren Spitälern, Heimen und Praxen. Die Coronakrise sehe ich auch als Weckruf, Sorge zu tragen zu unserem Gesundheitswesen und unseren sozialen Einrichtungen.

Doch es gibt auch in diesen schwierigen Zeiten Dinge, an denen ich mich freuen kann: ein unerwarteter Telefonanruf einer lieben Freundin, die Möglichkeit, einer Person aus einer Risikogruppe Hilfe angedeihen zu lassen, hier ein E-Mail, dort ein SMS oder eine handschriftliche Karte. Und – vor allem – die Natur. Sie kennt keinen Lockdown, es grünt und blüht im eigenen Garten, in den Anlagen unserer Pärke oder in den wunderschönen Landschaften rund um die Stadt. Die Natur macht uns deutlich: es geht weiter, auch nach einer schwierigen Zeit.

Ich wünsche Ihnen Gesundheit, Kraft und Zuversicht in der schwierigen Zeit, die uns noch bevorsteht. Und ich freue mich, Sie dann doch noch zu treffen auf der Strasse oder in einem Café, um Sie davon überzeugen zu können, dass ich mich gerne auch für Sie einsetzen würde im Churer Stadtrat.

Herzlich und bis bald

Ihre

Anita Mazzetta

 

PS: Ich freue mich auf Ihre Anregungen und Fragen auf meine E-Mail 

In der Krise sieht man, wie wichtig ein starker Staat ist.
Anita Mazzetta, Kandidatin für den Churer Stadtrat