Stadtratkandidatin Mazzetta
© A.Mazzetta

„Chur offa“ hiess die Reihe, welche die Stadt belebten und sicht- und hörbar machten, dass Chur eben eine lebendige und vielfältige Stadt ist. „Chur offa“ heisst, offen sein für Begegnungen auf den Plätzen und in den kleinen Winkeln der Stadt, Begegnungen mit Autor*innen, Musiker*innen, Tänzer*innen. Einheimische und Gäste aller Altersgruppen boten ihre Kunst in kurzen Auftritten dar, die Voraussetzungen wurden durch unkompliziertes und schnelles Handeln der Stadtbehörden und der Polizei geschaffen. Heute können wir stolz auf eine beachtliche Reihe von 50 Veranstaltungen blicken, die kleinere und grössere Zuschauergruppen angezogen und begeistert haben. Freie Liste Verda machte es möglich.

Wir von der Freien Liste Verda wollten mit dieser gelungenen Aktion zeigen, dass wir nicht nur über Kultur reden und debattieren, sondern auch tatkräftig und freudig anpacken und mithelfen wollen, um Kultur zu ermöglichen. Diverse Gemeinderatskandidat*innen standen selber auf den kleinen, improvisierten Bühnen und boten Musik oder Gesang dar, klassisch, jazzig, poppig.

Auch JazzChur wartete in der letzten Woche mit grossartigen Angeboten auf. Statt im Corona-Frust zu versinken entstand ein neues Sommerfestival. Mit meiner Familie konnte ich das Konzert der virtuosen Musiker des „Kaleidoscope String Quartet“ geniessen. Mit Musik aus den Sparten Jazz, Klassik und Pop boten sie ein Benefizkonzert zu Gunsten von Kindern und Jugendlichen aus bedürftigen Familien dar. Soziales gepaart mit kulturellem Engagement, auch das macht „Chur offa“ möglich. Die Künstler*innen dachten nach den für alle Kulturschaffenden schwierigen Zeiten nicht zuerst an sich, sondern brachten mit viel Freude am Spielen Solidarität mit denjenigen zum Tragen, denen es in Corona-Zeiten noch viel schwieriger geht. Die Konzerteinnahmen gingen vollumfänglich an Kinder und Jugendliche, deren Familien sich den Musikunterricht ihrer Sprösslinge nicht mehr leisten können. Diese Solidarität ist eindrücklich.

„Chur offa“ ist für mich ein schönes Sinnbild für die Verbindung von gelebter Solidarität und Freude am kulturellen Schaffen. Diese Verbindung sehe ich auch in der Präambel unserer Bundesverfassung, in der der denkwürdige Satz steht: „Die Stärke des Volkes misst sich am Wohl der Schwachen.“

Diesen Satz möchte ich mitnehmen in meine künftige Arbeit als Stadträtin von Chur, für die ich – hoffentlich – mit Ihrer Stimme am 27. September gewählt werde.

Herzlich

Ihre
Anita Mazzetta