Die Eltern mit schulpflichtigen Kindern, die wochenlang versucht haben Home Schooling und Home Office unter einen Hut zu bringen, werden endlich entlastet. Die Kinder freuen sich natürlich sehr, ihre Gspänli wieder zu sehen. Gerade für jene Kinder, die zu Hause keine Unterstützung von den Eltern bekommen haben und in den letzten Wochen abgehängt wurden, ist die Wiedereinschulung extrem wichtig. Ich freue mich aber auch für die Gastronomie, die sehr unter den Auswirkungen der Pandemie leidet. Damit die Gastrobetriebe in der Coronakrise aber eine echte Chance haben, ist es wichtig, dass nicht nur die Betriebe, sondern auch die Gäste die Schutzmassnahmen einhalten. Ich begrüsse auch die Idee von Stadtrat Tom Leibundgut, die Aussenflächen für die Gastrobetriebe zu vergrössern. Was gibt es denn Schöneres, als bei Sonnenschein draussen zu sitzen. Was ist aber mit jenen Betrieben, die ihre Aussenfläche nicht vergrössern können oder gar keine haben?

Doch verstehe ich auch, dass viele unter Ihnen verunsichert sind. Immerhin: es gibt noch keinen Impfstoff gegen das Corona-Virus, wir müssen also mit ihm leben, es quasi in unser Leben einbauen. Das wird auch weiterhin unser soziales Leben beeinflussen, und es wird auch das Gewerbe, Kunst und Sport sowie Selbständigerwerbende weiterhin fordern. Die Behörden von Bund, Kanton Graubünden, aber auch die Stadt Chur, handeln in dieser herausfordernden Zeit verantwortungsbewusst und klar. Es ist aber auch wichtig, dass die Menschen wieder zuversichtlich in die Zukunft schauen können. Natürlich ist unser Handeln immer bis zu einem Gewissen Grad von «try and error» geprägt. Wir haben ja keine Referenz, keine Erfahrung, wie man mit dieser Situation umgehen soll. Wo ist die richtige Balance zwischen notwendiger Einschränkung zum Schutz der Allgemeinheit und den persönlichen Freiheiten? Diese Frage wird uns in nächster Zeit sicher noch stärker fordern, je länger die Pandemiegefahr dauert.

Ich wünsche Ihnen auf jeden Fall einen guten Start in diese erste Lockerungsphase. Bleiben wir zuversichtlich, solidarisch, vorsichtig. Lassen wir nicht nach in den ganz persönlichen Anstrengungen, das Virus in die Schranken zu weisen. Ich hoffe mit Ihnen, dass wir uns auf den Sommer freuen und nicht eine zweite Welle befürchten müssen.

Ganz herzlich

Ihre Anita Mazzetta

Trotz Coronakrise ist es wichtig, dass die Menschen zuversichtlich in die Zukunft schauen können.
Anita Mazzetta, Stadtratskandidatin