In den Siedlungen hat die Schweiz und Graubünden ein riesiges Potential für Solarenergie. Auf den Dächern wird von einem Potential in Graubünden von 2.5 TWh / Jahr und auf den Fassaden von nochmals 1 TWh/Jahr ausgegangen (Bundesamt für Energie). Bis heute wird dieses riesige Potential jedoch noch wenig genutzt. Eine Solaroffensive im Kanton und in den Gemeinden ist also dringend nötig.

Der Grosse Rat fordert eine Solaroffensive

Der Grosse Rat hat im Herbst 2022 einen Auftrag für eine Solaroffensive einstimmig überwiesen. Besonders Dächer, Fassaden und Infrastrukturen sollen für die Solarenergie genutzt werden. Freiflächenanlagen sollen nur auf bereits stark beanspruchten und für Winterstrom gut geeigneten Gebieten möglich sein. Die Regierung ist nun gefordert, konkrete Massnahmen zu erarbeiten.

Mein Auftrag für eine Solaroffensive an kantonalen Strasseninfrastrukturen hat der Grosser Rat einstimmig überwiesen. Der Kanton stellt die Infrastukturen sogar kostenlos zur Verfügung. Das Potential ist beschränkt, aber dennoch ein Bestandteil für die Energiewende. Mit dem Green Deal wird zudem auch die Solarenergie auf den Dächern gefördert. PV-Anlagen, welche die Dachfläche optimal nutzen, bekommen einen Green Deal-Bonus. 

Für mich ist klar: das riesige Potential auf den Dächern wird erst dann genutzt, wenn es eine Solarpflicht für Neubauten und bei Dachsanierungen gibt.
Anita Mazzetta, Grossrätin, Alt-Gemeinderätin Chur

 

Warten auf das kommunale Baugesetz Chur

In der Stadt Chur wollte der Stadt-und Gemeinderat nichts von einer Solarförderun wissen. Aber immerhin hat der Gemeinderat gewünscht, dass die Massnahmen für die Solarenergie, die im Energierichtplan stehen, ins Baugesetz übernommen und damit grundeigentümerverblich werden sollen. Für die Solarenergie in Chur wäre das ein echter Fortschritt. Ob dies dann tatsächlich so umgesetzt wird, ist heute offen. Die Revision des Baugesetzes ist noch ausstehend.