Anita Mazzetta - neu in den Stadtrat Chur

Bereits 1989 hat Chur ein fortschrittliches Gesetz für einen menschen- und umweltfreundlichen Stadtverkehr eingeführt. In den letzten Jahren wurde viel in den öffentlichen Verkehr, in neue Bahnhöfe, Velowege und eine verkehrsfreie Innenstadt investiert. Doch die im Gesetz angestrebte Plafonierung oder gar Reduktion des privaten Motorfahrzeugverkehrs hat Chur auch nach 30 Jahren nicht erreicht. Die Einfallsachsen über die Masanser- und Kasernenstrasse und auch das Zentrum sind in Spitzenzeiten regelmässig überlastet. Vor allem Zu- und Wegpendler sind mit motorisierten Fahrzeugen unterwegs. 

Chur – eine Velostadt 

Wieso machen wir es nicht wie Kopenhagen, die Velostadt Europas, wo es mehr Velo- als Autofahrer auf der Strasse gibt? Die Einschränkung der Mobilität während der Corona-Krise führte uns vor Augen, wie stark die Lebensqualität in der Stadt mit der Mobilität zusammen hängt. Dafür muss Chur mehr in den Velo- und Fussverkehr investieren, Bus-Fahrpläne verdichten, die Stadtbus-Tangentiallinie vom Loequartier/Spitäler über das Rheinquartier nach Chur West realisieren, die Anliegergemeinden besser mit dem öffentlichen Verkehr anbinden.

Wohnquartiere beruhigen

Keine Lösung ist ein dritter Autobahnanschluss Chur Mitte durch das Rheinquartier, wie im städtischen Verkehrskonzept vorgesehen. Für mich ist klar: Den Verkehr wird die Stadt damit nicht reduzieren, aber neue Quartiere wie zum Beispiel an der Scaletta- und Rheinstrasse einem starken Durchgangsverkehr aussetzen. Wohnquartiere sind viel mehr zu beruhigen und die Aufenthaltsqualität ist zu verbessern.Wichtig ist aber auch eine Stadtentwicklung mit kurzen Wegen zu Arbeit, Schule, Naherholung und zum Einkaufen, die mit dem Velo oder zu Fuss machbar sind.

 

Chur muss mehr in den Velo- und Fussverkehr investieren, Bus-Fahrpläne verdichten und die Stadtbus-Tangentiallinie vom Loequartier/Spitäler über das Rheinquartier nach Chur West realisieren.
Anita Mazzetta, Stadtratskandidatin