Gut ein Fünftel der Churer Wohnbevölkerung ist 65 Jahre alt und älter. Bis 2035 wird der Anteil Seniorinnen und Senioren um rund 45% gegenüber heute steigen, denn die Babyboomer kommen langsam ins Pensionsalter. Die Stadt muss für immer mehr Seniorinnen und Senioren die Pflege und Betreuung sicherstellen, mit sehr unterschiedlichen Ansprüchen und Erwartungen. Sie muss aber auch die steigenden Gesundheitskosten in den Griff bekommen. Kurz: Wir müssen verstärkt für altersgerechte Rahmenbedingungen sorgen.

Senioren brauchen eine altersfreundliche Stadt

Damit Seniorinnen und Senioren so lange wie möglich zu Hause bleiben können und ein selbständiges und selbstbestimmtes Leben führen können, müssen die Hilfe zur Selbsthilfe und das freiwillige Engagement in der Nachbarschaftshilfe gefördert werden. Eine altersgerechte Planung braucht es aber auch beim Wohnungsbau, im öffentlichen Raum und dem Verkehr. Die Stadt kann nicht jedes individuelle Problem lösen. Sie kann aber für eine altersfreundliche Stadt sorgen. Das Alterskonzept 2025 ist eine gute Grundlage, konkrete Massnahmen müssen aber folgen.

Wir müssen verstärkt für altersgerechte Rahmenbedingungen sorgen und Hilfe zur Selbsthilfe sowie das freiwillige Engagement in der Nachbarschaftshilfe fördern.
Anita Mazzetta, Stadtratskandidatin