Gut ausgebildete Menschen und Familien wollen in den Städten leben. Im Wettbewerb um die kreativen Köpfe liegen weltoffene Städte mit hoher Lebensqualität vorne, sie bieten umfangreiche Kultur-, Freizeit- und Naherholungsangebote. Auch als kleine Alpenstadt kann Chur genau das bieten. Aktuell investiert Chur in die dringende Erneuerung der Sportanlagen. Mit der neu geplanten Brambrüeschbahn wird auch die Naherholung aufgewertet. Doch auch in der Stadt selber gibt es Handlungsbedarf, denn sie ist gewachsen: Spiel-, Sport- und Grünflächen sind für Fussgänger und Velofahrer besser miteinander zu verbinden, im Siedlungsraum braucht es mehr öffentlich zugängliche Freiflächen und Gemeinschaftsflächen für Jung und Alt.

Chur hat ein sehr reichhaltiges Kulturangebot, das viel Beachtung geniesst. Doch im Vergleich zu anderen mittelgrossen Städten wie Solothurn, Schaffhausen oder Neuenburg gibt Chur für die Kultur sehr viel weniger aus. Darum bin ich in erster Linie dafür, einheimisches Kulturschaffen stärker zu unterstützen, statt Grossevents mit viel Geld zu fördern. Es fehlt zudem an geeigneten Kulturräumen. Anfang 2010 lancierten junge Kulturschaffende und Vereine, Jugendgruppierungen und Jungparteien die Petition ‘Kulturraum Chur’. Diesem Bedürfnis muss die Stadt endlich nachkommen. Junge Menschen sollten grundsätzlich bei der Entwicklung von Kultur- und Freiräumen miteinbezogen werden.

Auch als kleine Alpenstadt kann Chur umfangreiche Kultur-, Freizeit- und Naherholungsangebote bieten.
Anita Mazzetta, Stadtratskandidatin