Meine 10-jährige Zeit als Gemeinderätin war stark geprägt von den Sparprogrammen. Aktuell kann die Stadt wieder stark investieren und ein Ende der tiefen Zinsen ist auch nicht in Sicht. Fiskalpolitisch ist es deshalb wichtig und richtig die Infrastruktur jetzt auf Vordermann zu bringen. Die Stadt hat ein Investitionspaket von rund 60 Millionen Franken pro Jahr für die nächsten Jahre vorgesehen. Dazu gehören wichtige Generationenprojekte wie die Sportanlagen (im Bau), die neue Brambrüesch-Bahn (beschlossen), das neue Schulhaus Ringstrasse (in Planung). In einem zweiten Schritt sollte u.a. die Sanierung des Theaters und die Bereitstellung von Kulturräumen folgen.

Wichtig ist, dass die Stadt die Verschuldung und Folgekosten dieser Projekte (Personal, Betrieb und Unterhalt) im Auge behält. Einnahmen und Ausgaben müssen langfristig im Lot bleiben, sonst droht erneut ein Sparpaket auf Kosten von Personal, Bildung und Kultur. Doch investieren kann die Stadt nur, wenn die Einnahmen stabil bleiben. Eine weitere Senkung des Steuerfusses lehne ich darum ab.

Chur muss in nachhaltige und zukunftsfähige Projekte investieren – und die Kosten immer im Auge behalten.
Anita Mazzetta, Stadtratskandidatin